Raubseeschwalbe
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes) Familie: Seeschwalben (Sternidae) Gattung: Hydroprogne Art: Raubseeschwalbe (Hydroprogne caspia) |
Aussehen
Grösste Seeschwalbe, fast silbermöwengross, Schnabel sehr kräftig und rot mit schwarzer Spitze, im Flug fallen die ausgedehnt dunklen Handschwingen auf. In allen Federkleidern mit schwarzer Kappe.
Ähnliche Vogelarten
Flussseeschwalbe, Weißbart-Seeschwalbe, Küstenseeschwalbe
Größe
48cm - 55cm
Spannweite
96cm - 111cm
Gewicht
550cm - 750cm
Nahrung
Fische, Krebstiere, Würmer, Schnecken
Fortpflanzung
Die Raubseeschwalbe lebt in einer monogamen Einehe. Sie erreicht die Geschlechtsreife sehr spät mit gut vier Jahren. Die Paarungszweit beginnt in der Regel in den meisten Verbreitungsgebieten im zeitigen Frühjahr. Sie nisten entweder in kleineren Kolonien oder gelegentlich auch alleine. Beliebte Brutgebiete sind insbesondere Strände, küstennahe Sumpfgebiete und Verlandungszonen flacher Küstengewässer. Um den Nestbau kümmern sich beide Geschlechter. Die Nester entstehen in flachen Mulden am Boden und bestehen aus weichen Pflanzenteilen aller Art. Nicht selten entstehen die Nester auch zwischen Steinen oder Felsen. Ein Gelege besteht aus zwei bis drei Eiern, die eine bräunliche Fleckung aufweisen. Beide Geschlechter teilen sich die Brutdauer von 21 bis 22 Tagen. Gefüttert wird der Nachwuchs ebenfalls in gemeinschaftlicher Arbeit. Die Flugfähigkeit erreichen die Jungvögel mit gut 35 bis 40 Tagen. Der Familienbestand bleibt allerdings noch einige Monate erhalten.
Feinde
Säugetiere, Greifvögel, Großmöwen, Rabenvögel
Alter
ca.25 Jahre
Zugvogel
Die Raubseeschwalbe ist überwiegend ein Langstreckenzieher.
Besonderheit
Sie ist die größte Seeschwalbe.
Lebensraum
Küstenregionen
Verbreitung
Europa, Asien, Amerika, Afrika, Australien
Beobachtungszeitraum
Von April bis Oktober. Der beste Zeitraum ist von Mitte Juli bis Mitte September.
Jahresbeobachtungen (Stand 2020)
Status Code
Bestand und Gefährdung
Die Raubseeschwalbe wird in der Roten Liste des IUCN als vom Aussterben bedroht geführt.
Es gibt in Deutschland 1 Brutpaar.