Ornitohlogische Fotos und Steckbriefe zu verschiedenen Vogelarten

 

 
 

Schneeammer

Plectrophenax nivalis


Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)


Unterordnung: Singvögel (Passeri)


Familie: Ammern (Emberizidae)


Gattung: Plectrophenax


Art: Schneeammer (Plectrophenax nivalis)



Aussehen

Überwiegend weisser Armflügel (bei Jungvögeln nur Grosse Armdecken weiss), Schwanz schwarz mit breiten, weissen Schwanzkanten und schwarzem Flügel.



♂ Prachtkleid

Unverkennbar, vollständig schwarz-weiss: Kopf und Unterseite weiss, Oberseite schwarz, Arm- und innerer Handflügel weiss, äusserer Handflügel und Alula schwarz.


♀ Prachtkleid

Oberseite, Scheitel und Ohrdecken braunschwarz, diffus bräunliche Brustseiten, Kopf und Unterseite sonst weiss.


Schlichtkleid

Oberseite braun-schwarz gemustert, Kopf und Unterseite weiss mit bräunlichem Scheitel, Ohrdecken und Brustseiten.


Jugendkleid

Überwiegend grau mit angedeutetem hellem Bartstreif, Unterseite diffus dunkel längsgestrichelt. Nur im Brutgebiet zu sehen.


Ähnliche Vogelarten

Schneesperling, Spornammer



Größe

16cm - 18cm


Spannweite

30cm - 32cm


Gewicht

26g - 40g



Nahrung

Sämereien, Insekten, Spinnen, Larven


Fortpflanzung

Die Schneeammer erreicht die Geschlechtsreife im ersten Lebensjahr. Die Paarungszeit erstreckt sich in den nördlichen Verbreitungsgebieten von Mai bis in den Frühsommer hinein. Dabei kommt es pro Saison meist nur zu einem, selten auch zu zwei Gelegen. Die Männchen treffen in den Brutgebieten in der Regel drei bis vier Wochen früher ein. Schneeammern leben außerhalb der Paarungszeit sehr gesellig. Während der Brutzeit ziehen sich einzelne Paare zurück und beanspruchen ein Revier, das erbittert gegenüber Eindringlingen verteidigt wird. Vor allem während der Balzphase kommt es unter den Männchen zu heftigen Kommentkämpfen um das Paarungsrecht mit einem Weibchen. Die Balz ist geprägt durch den facettenreichen Balzgesang der Männchen. Hat sich ein Pärchen gefunden, so geht es zugleich an den Nestbau. Die Nester entstehen an geschützter Stelle unter Steinen oder in Felsspalten. Hier sind die Gelege vor den meisten Fressfeinden halbwegs sicher. Als Baumaterial dienen hauptsächlich Gräser, kleine Wurzeln und Moose. Die Nistmulde wird mit weichen Pflanzenteilen ausgepolstert. Ist das Nest fertig, so legt das Weibchen zwischen vier und sechs Eier. Die Eier sind weißlich gefärbt und weisen eine rötliche Sprenkelung auf. Das Ausbrüten der Eier wird alleine durch das Weibchen über einen Zeitraum von 13 bis 14 Tagen bewältigt. Das Männchen sorgt während dieser Zeit für Nahrungsnachschub. Die geschlüpften Küken werden ausschließlich mit Insekten und anderen Gliederfüßern gefüttert und wachsen sehr schnell heran. Bereits mit 15 bis 17 Tagen sind sie flügge.



Feinde

Rentier, Fuchs, Raubmöwen, Wiesel, Mensch


Alter

ca.6 Jahre


Zugvogel

Die Schneeammer gehört zu den Kurzstreckenziehern.



Lebensraum

Brütet in der Tundra von Skandinavien. Überwintertan mitteleuropäischen Küsten.


Verbreitung

Europa



Beobachtungszeitraum

Von September bis Mai. Der beste Beobachtungszeitraum ist von Anfang Oktober bis Ende März.

Jahresbeobachtungen


Status Code

W



Bestand und Gefährdung

Die Schneeammer wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährdet geführt.