Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 

Austernfischer
Haematopus ostralegus


Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)


Familie: Austernfischer (Recurvirostridae)


Gattung: Austernfischer (Haematcpus)


Art: Austernfischer (Haematopus ostralegus)



Ausehen

Unverkennbar mit schwarz-weissem Gefieder und orangerotem Schnabel.


Schlichtkleid:

Im Gegensatz zum Prachtkleid mit undeutlichem weissem Halsring.


Jugendkleid:

Wie Adulte, aber vordere Schnabelhälfte dunkel.



Größe

39cm - 44cm


Spannweite

72cm - 83cm


Gewicht

400g - 700g



Nahrung

Würmer, Krebse, Muscheln, Schnecken, Fische


Fortpflanzung

Die meisten Austernfischer brüten zum ersten Mal im vierten Lebensjahr und können sogar in einem Alter von 36 Jahren noch sexuell aktiv sein. Austernfischer sind meist monogam, doch kommt Bigynie vor. Die Gattentreue ist sehr ausgeprägt – zu Lebzeiten beider Partner kommt es nur sehr selten zu Trennungen. Stirbt jedoch ein Partner, verpaart sich der verbleibende innerhalb von wenigen Tagen aufs Neue.



Als Neststandort wählt dieser Bodenbrüter oft etwas erhöhte Sandstrände außerhalb des mittleren Tidenhochwassers. Im Binnenland werden brachliegende und bestellte Äcker bevorzugt. Wichtiger als die Beschaffenheit des Neststandortes ist jedoch die des Nahrungsbiotops. So brüten die Vögel auch schon mal in Sandgruben, auf Baustellen, im Schotterbett von Bahnlinien, auf geschotterten Flachdächern, auf Strohdächern oder auch in Korbweiden. Das Nest stellt nur eine flache Mulde ohne große Auskleidung dar, die mit dem Körper in den weichen Untergrund gedreht wird. Das Weibchen legt meistens drei Eier. Wie bei allen Limikolen erfolgt nur eine Jahresbrut. Wird jedoch die Erstbrut etwa durch Weidevieh oder durch Möwen zerstört, kommt es meist zu kleineren Nachgelegen. Die Brutdauer beträgt 26 bis 27 Tage. Männchen und Weibchen brüten zu gleichen Teilen. Die Jungtiere werden durch die Altvögel gefüttert.



Die Entwicklung der Jungtiere verläuft bei Brutvögeln des Binnenlands schneller als bei denen, die in Küstenregionen erbrütet werden. Hauptnahrung der jungen Austernfischer an der Küste sind Muscheln, Schnecken und Krebse, die erst „geknackt“ werden müssen, bevor sie durch das Tier verzehrt werden können, wozu ein vollentwickelter und ausgehärteter Schnabel benötigt wird. Die Jungvögel im Binnenland haben es dabei wesentlich einfacher. Ihre Hauptnahrung, der Regenwurm, kann ohne Aufwand gleich verschlungen werden.



Feinde

Rohrweihen, Möwen, Falken, Sperber, Mensch


Alter

ca.15 Jahre



Zugvogel

Der Austernfischer ist überwiegend ein Kurzstreckenzieher.


Besonderheit

Es gibt 4 Unterarten



Lebensraum

Küste und Boddenlandschaft


Verbreitung

Europa, Asien, Afrika



Beobachtungszeitraum

Von Januar bis Dezember. Der beste Zeitraum ist von Anfang März bis Ende Oktober.

Jahresbeobachtungen


Status Code

BJZW



Bestand und Gefährdung
Der Austernfischer wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährdet geführt.

Es gibt in Deutschland etwa 25.000 - 33.000 Brutpaare.