Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 


Schnatterente

Anas strepera



Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)


Familie: Entenvögel (Anatidae)


Unterfamilie: Anatinae


Tribus: Schwimmenten (Anatini)


Gattung: Eigentliche Enten (Anas)


Art: Schnatterente (Anas strepera)




Aussehen

Die Schnatterente kleiner als die Stockente, in allen Federkleidern weisser Flügelspiegel.


Prachtkleid:

Überwiegend graues Gefieder, schwarzer Unterschwanz, dunkler Schnabel.


Adult:

Sehr ähnlich dem Stockenten-Weibchen, abgesehen vom weissen Flügelspiegel am besten an den gleichmässig breiten, orangen Schnabelkanten zu erkennen.



Größe

46cm - 56cm


Spannweite

84cm - 95cm


Gewicht

 650g - 900g



Nahrung

Wasserpflanzen, verschiedene Sorten von Sämereien


Fortpflanzung

Grundsätzlich ist die Schnatterente eine sehr verträgliche Art, die sowohl Brutvögel der eigenen wie auch anderer Arten in unmittelbarer Nähe zu ihrem Nest duldet. Sie brütet an einigen Seen. Der Abstand zum nächsten Schnatterentennest beträgt mitunter nur einen Meter. Die Schnatterente ist nach einem Lebensjahr geschlechtsreif. Sie führt grundsätzlich eine monogame Saisonehe. Bei sehr hohen Populationszahlen sind aber viele Fremdbegattungen durch verpaarte Männchen typisch. Die Balz fällt überwiegend in die Zeit, in der die Schnatterente sich noch in ihrem Überwinterungsgebiet aufhält. Während der Balz zeigt der auf dem Wasser schwimmende Erpel sein schwarzes Körperende, indem er es aus dem Wasser hebt. Er fächert außerdem seinen weißen Spiegel auf den Schwingen auf, wodurch ein auffälliges Muster entsteht. Gleichzeitig hebt und senkt er seinen Kopf. Zum Balzrepertoire der Schnatterenten zählen auch Reihflüge, bei denen meist ein alleinstehendes Männchen versucht, sich zwischen ein Paar zu drängen. Zu Beginn der Brutzeit sind solche Verfolgungsflüge aber auch häufig als Revierverteidigung zu beobachten. Wenn die Enten im April in ihre Brutreviere zurückkehren, sind sie in der Regel bereits verpaart. Die Schnatterente brütet von Mai bis Juli. Ihr Bodennest ist in der Uferregion eines flachen Stillgewässers gut in der dichten Vegetation versteckt. Das Nest wird immer auf einer trockenen Unterlage errichtet. Inseln werden dabei bevorzugt angenommen. Die Nester werden in der Regel in unmittelbarer Gewässernähe gebaut und sind sehr selten mehr als sechs Meter vom Ufer entfernt. Das Nest ist immer ein einfaches schalenförmiges Gebilde, das aus Material errichtet wird, das das Weibchen im Sitzen erreichen kann. Das Nest wird in der Regel mit Dunenfedern ausgepolstert. Das Gelege besteht gewöhnlich aus acht bis 12 Eiern. In Ausnahmefällen finden sich auch sechzehn Eier in einem Nest. Die Eier haben eine elliptische bis fast ovale Form. Sie sind cremefarben bis blassgrün. Es brütet allein das Weibchen. Die Bebrütung beginnt nach der Ablage des letzten Eis. Die Inkubationszeit beträgt 25 bis 27 Tage. Die Jungvögel sind Nestflüchter und sind sofort schwimmfähig. Sie werden allein vom Weibchen betreut. Sie sind nach sieben Wochen flügge. Durchschnittlich werden fünf bis sechs Junge einer Brut groß. Geschlechtsreif sind die Jungvögel nach etwa einem Lebensjahr.


Feinde

Möwen, Greifvögel, Vogelpest, Parasiten, Fuchs, Mensch


Alter

c.15 Jahre


Zugvogel

Die Schnatterente gehört zu den Kurz- bis Langstreckenzieher.


Besonderheit

Es gibt 2 Unterarten


Lebensraum

Seen, Fliessgewässer


Verbreitung

Europa, Nordamerika, Asien


Beobachtungszeitraum

Von Januar bis Dezember

Jahresbeobachtungen


Status Code

BJZ


Bestand und Gefährdung

Die Schnatterente wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährdet geführt.

Es gibt in Deutschland etwa 6.500 - 8.500 Brutpaare.