Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 


Säbelschnäbler

Recurvirostra avosetta



Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)


Familie: Säbelschnäbler (Recurvirostridae)


Gattung: Recurvirostra


Art: Säbelschnäbler (Recurvirostra avosetta)



Aussehen

Unverkennbar dank markantem, schwarz-weissem Federkleid, deutlich nach oben gebogenem Schnabel und bläulichen Beinen.



Größe

42cm - 46cm


Spannweite

67cm - 77cm


Gewicht

250g - 400g



Nahrung

Wasserinsekten, Garnelen, Schnecken, Krebstiere, Würmer


Fortpflanzung

Die Paarbildung beginnt gegen Ende des Winters. Viele Säbelschnäbler treffen bereits verpaart am Brutplatz ein. Kurz nach der Ankunft im Brutrevier beginnt die Balz, die meist eine sehr kurze Gruppenbalz ist. Säbelschnäbler sind Koloniebrüter, auch wenn sie ihre engen Nahrungs- und Brutterritorien gegeneinander abgrenzen. Häufig brüten sie nicht nur mit Artgenossen gemeinsam, sondern auch mit Seeschwalben, kleineren Möwen und anderen Limikolenarten. Der zeitliche Verlauf der Brutperiode zeigt innerhalb Europas nur geringe geografische Unterschiede. Sie beginnt in den nordwesteuropäischen Brutgebieten mit der Besetzung der Brutkolonien Ende März bis Mitte April. Die Eiablage kann in den südeuropäischen Brutgebieten bereits ab Anfang April erfolgen, an der Wattenmeerküste Nordwesteuropas beginnt sie in der letzten Aprildekade. Säbelschnäbler führen eine monogame Saisonehe, beide Partner sind an der Bebrütung der Eier und der Jungenaufzucht beteiligt. Das Nest ist eine Bodenmulde am Strand, die mit Pflanzenteilen und Steinen belegt ist. Das in der Regel aus vier Eiern bestehende Gelege wird durchschnittlich 23 Tage bebrütet. Die Eier sind blass cremefarben bis hell grünbräunlich. Sie sind sehr variabel mit kleinen schwarzen und grauen Tupfen und Linien gezeichnet. Kurz nach dem Schlupf verlassen die Brutpaare die Kolonien und führen die Jungen in bis zu mehrere Kilometer entfernte Aufzuchthabitate, wo sie heftig verteidigte Territorien etablieren. Die Brutpflege für die selbständig nach Nahrung suchenden Jungvögel beschränkt sich auf die Verteidigung des Territoriums, die Abwehr von Raubfeinden und dem Wärmen der Jungvögel im Bauchgefieder, dem sogenannten Hudern. Die Länge der Wachstumsperiode bis zum Flüggewerden ist stark von Witterungs- und Ernährungsbedingungen abhängig. Sie schwankt zwischen 28 und etwa 40 Tagen und beträgt durchschnittlich 35 Tage. Die Küken haben im Gegensatz zu den adulten Vögeln beim Schlupf einen geraden Schnabel. Sie können außerdem recht gut schwimmen und folgen den Elternvögeln ins seichte Wasser. Die Jungvögel brüten in der Regel das erste Mal im zweiten Lebensjahr.



Feinde

Möwen, Greifvögel, Rabenvögel, Fuchs, Hermelin, Mensch


Alter

ca.20 Jahre



Zugvogel

Der Säbelschnäbler ist überwiegend ein Kurzstreckenzieher.


Lebensraum

Küste und Boddenlandschaft


Verbreitung

Europa, Asien, Afrika



Beobachtungszeitraum

Von Januar bis Dezember. Der beste Zeitraum ist von Anfang März bis Ende Oktober.

Jahresbeobachtungen


Status Code

BJZ


Bestand und Gefährdung
Der Säbelschnäbler wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährtet geführt.

Es gibt in Deutschland etwa 6.000 - 7.000 Brutpaare.