Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 


Rothalsgans
Branta ruficollis



Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)


Familie: Entenvögel (Anatidae)


Unterfamilie: Gänse (Anserinae)


Tribus: Echte Gänse (Anserini)


Gattung: Meergänse (Branta)


Art: Rothalsgans (Branta ruficollis)



Aussehen

Die Rothalsgans hat ein schwarz - weisses Gefieder. Ihr Hals und die Brust sind rotbraun.


Größe

54cm - 60 cm


Spannweite

110cm - 125cm


Gewicht

1000g - 1500g


Nahrung

Gräser, Pflanzen, Insekten, Würmer, Schnecken


Fortpflanzung

Einmal verpaart bleiben sie lebenslang zusammen. Die Brutzeit beginnt in der zweiten Junihälfte und damit für Gänse recht spät. Oft Brüten sie zudem in der Nähe von Falkennestern wie etwa Wanderfalken oder Raufußbussarden. Auch in der Nähe von Großmöwenkolonien wie Eismöwe und Silbermöwen brüten Rothalsgänse häufiger, wenn auch deutlich seltener als in der Umgebung von Greifvögelnestern. Ornithologen vermuten, dass beide Beobachtungen zusammenhängen: Die Aufzucht der Brut in der Nähe des Greifvogelnestes schützt ihren Nachwuchs zum einen vor den Raubvögeln selbst, da diese nie in unmittelbarer Nähe ihres Nestes jagen. Zudem vertreiben die Greifvögel vehement mögliche Beutegreifer wie den Polarfuchs aus ihrem Brutgebiet – und damit auch aus dem Brutgebiet der Rothalsgans. Da beispielsweise die Falken erst recht spät mit der Brut beginnen, haben die Rothalsgänse dieses Verhalten „kopiert“ und brüten ebenfalls erst später. Die Kolonien sind verhältnismäßig klein. Sie umfassen nicht mehr als 20 bis 30 Paare, meist jedoch sogar nur fünf bis sieben Paare. Ihre Verteilung im Brutgebiet ist von der biologischen Verteilung der Greifvögel mitbestimmt. Genistet wird gewöhnlich an abgelegenen Stellen mit felsigem Untergrund. Eine vom Weibchen geschaffene Mulde wird dazu mit Gräsern, Flechten und Moosen ausgekleidet und mit speziellen Dunenfedern gepolstert. Die etwa 4 bis 5 hellgrünen Eier werden allein vom Weibchen bebrütet, das während dieser Zeit das Nest nur für eine kürzere Nahrungssuche verlässt. Wie bei allen Gänsen beteiligt sich das Männchen nicht am Brutgeschäft, bewacht aber das Gelege gegen Fressfeinde und missliebige Artgenossen. Nach etwa 25 Tagen schlüpfen die Jungen, die in kurzer Zeit das Nest verlassen und sich selbständig ernähren können. Die Familien bilden nach dem Schlupf der Junggänse Trupps und halten sich vorwiegend auf dem Wasser sowie in dessen Umgebung auf. Sowohl die adulten Gänse als auch die Junggänse tauchen bei Gefahr gut.


Feinde

Mensch, Polarfuchs, Greifvögel, Rabenvögel, Großmöwen


Alter

ca. 30 Jahre


Zugvogel

Die Rothalsgans ist ein Kurz- bis Langstreckenzieher.


Lebensraum

Hochmoore, Tundra mit Wasser in der Nähe


Verbreitung

Europa, Asien


Beobachtungszeitraum

Von Oktober bis Mai. Die beste Zeit ist zwischen Mitte/Ende Oktober bis Ende April.

Jahresbeobachtung


Status Code

(b)G


Bestand und Gefährdung

Der Gesamtbestand der Rothalsgans wird laut IUCN auf 44.000 bis 56.000 Tiere geschätzt und wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährdet geführt.