Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 

 

Nandu

Rhea americana




Ordnung:  Laufvögel (Struthioniformes)


Familie: Nandus (Rheidae)


Gattung: Nandus (Rhea)


Art: Nandu (Rhea americana)



Aussehen

Der Nandu ist Südamerikas größter Vögel. Das Gefieder ist überwiegend gräulich gefärbt. Der massige Körper wird durch kräftige Beine getragen. Die Füße enden in drei Zehen, die alle nach vorne weisen. Der Hals ist lang und recht dünn und befiedert. Er endet in einem kleinen Kopf.



Größe

150cm - 170cm


Spannweite

250cm


Gewicht

etwa 25 Kg



Nahrung

Beeren, Samen, Blätter, Gräser, Insekten 


Fortpflanzung

Die Tiere werden mit zwei bis drei Jahren geschlechtsreif. Die Paarungszeit der Vögel ist in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet im September bis Dezember. Die Nandus leben polygam: Ein Hahn sichert ein Revier und schart möglichst viele Hennen um sich. Konkurrierende Männchen werden mit Tritten und Schnabelhieben vertrieben. Am Ende befinden sich zwei bis zwölf Hennen im Revier des Hahns, der nun mit der Balz beginnt. Hierbei umrundet er seinen Harem, hält die Flügel ausgebreitet und die Halsfedern aufgestellt und gibt den typischen nan-du-Laut von sich. In der Folge paart sich der Hahn mit allen Hennen seines Harems. Die Hennen legen ihre goldgelben Eier in eine Nestgrube, die vom Hahn ausgelegt wird. Es handelt sich um eine Vertiefung in der Erde, die etwa 1 m breit und 12 cm tief ist. Am Ende befinden sich 13 bis 30 Eier, in sehr seltenen Fällen bis zu 80 Eier im Nest. Nachdem die Hennen die Eier gelegt haben, ziehen sie weiter. Stoßen sie auf das Territorium eines anderen Hahns, wiederholt sich dort das Ganze. Das Männchen bleibt allein zurück und ist demnach für das Brutgeschäft verantwortlich. Während der 35 bis 40 Tage währenden Brutzeit ist es extrem aggressiv gegenüber allen Eindringlingen gleicher oder anderer Art. Dieses Verhalten trifft auch Nachzügler unter den Hennen, die erst jetzt zum Ablegen der Eier kommen. Da sie durch den Hahn nicht zum Nest vorgelassen werden, müssen sie die Eier außerhalb des Nests ablegen. So gibt es in beinahe jedem Nandu-Territorium zahlreiche Eier, die das Nest ringförmig umgeben und verrotten. Diese scheinbare Verschwendung hat jedoch ihren Nutzen: Die verfaulenden Eier locken Fliegen an, die dem unabkömmlichen Männchen während der Brut als Nahrung dienen. Nach dem Schlüpfen bleiben die Jungen etwa sechs Monate beim Vater, der sie aufmerksam bewacht und weiterhin jeden Eindringling aus dem Revier vertreibt. Die Küken geben ständig Pfeiflaute von sich, über die sie schnell wiedergefunden werden, wenn sie verlorengehen sollten. Geschieht dies dennoch, kann ein Nanduküken von anderen Hähnen adoptiert werden.



Feinde

Mensch, Groß Katzen


Alter

ca.30 Jahre



Zugvogel

Der Nandu zählt zu den Standvögeln.


Besonderheit

Es gibt 5 Unterarten



Lebensraum

Sie bewohnen offene, savannenähnliche Lebensräume, sind also Bewohner der Pampa, des Chaco, des patagonischen Tieflands und der Hochebenen der Anden. In Norddeutschland leben sie auf Wiesen, Fäldern, Äckern.


Verbreitung

Südamerika, Norddeutschland (gefangenschafts Flüchtling)



Beobachtungszeitraum
Von Januar bis Dezember.

Jahresbeobachtungen


Status Code

(BJ)



Bestand und Gefährdung

Der Nandu ist in seiner Heimat laut IUCN potenziell gefährdet.

Es gibt in Deutschland etwa 566 (Stand Winter 2018) Tiere.



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