Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 


Gartenrotschwanz

Phoenicurus phoenicurus


Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)


Unterordnung: Singvögel (Passeri)


Familie: Fliegeschnäpper (Muscicapidae)


Unterfamilie: Schmätzer (Saxicolinae)


Gattung: Rotschwänze (Phoenicurus)


Art: Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)

 


Aussehen

Schlank, meist aufrechte Haltung. Hat in allen Kleidern einen orangeroten Schwanz.

 

 Adult:

Oberseite grau, Unterseite orange, schwarze Kehle und "Gesicht", weiße Stirn.

 

♀ Adult, Immatur:

Oberseite und Kopf matt ockerbraun, Unterseite variabel von hell beige bis orangebraun.



Größe

13cm - 15cm


Spannweite

21cm - 24cm


Gewicht

12g - 20g

 

Nahrung

Insekten, Würmer, Spinnen, Beeren


Fortpflanzung

Der Gartenrotschwanz legt sein Nest meist in Höhlen oder Nischen an. Meist nutzt er natürliche Baumhöhlen, Astlöcher oder Spechthöhlen. Das Innere darf aber nicht komplett im Dunkeln liegen, sondern sollte wenigstens durch schwachen Lichteinfall erhellt sein. Nicht selten brütet die Art auch in Halbhöhlen wie beispielsweise Felsspalten, hohlen Zaunpfählen oder in Reisighaufen. Meist findet sich das Nest in einer Höhe von einem bis fünf Metern. Wird es am Boden angelegt, dann meist in oder an schützenden Strukturen wie Wurzelwerk, Erdlöchern oder Steinhaufen. Gartenrotschwänze führen meist eine monogame Saisonehe, es wurden aber auch Fälle von Bigamie festgestellt. Balz und Paarbildung finden am Brutplatz statt. Das etwas früher eintreffende Männchen gründet ein Revier und macht sich auf die Suche nach geeigneten Nisthöhlen. Diese werden dann vom Weibchen inspiziert, das dann die endgültige Entscheidung trifft. Das Nest wird fast ausschließlich vom Weibchen gebaut, das dazu 1,5 bis 8 Tage benötigt. Die Größe wird oft vom Volumen der Nisthöhle bestimmt. Es besteht aus einem losen Unterbau aus trockenem Pflanzenmaterial wie Stroh, Gräsern, Moos, Laub oder Kiefernnadeln. Häufig finden sich kleine Beimengungen anderer, gröberer Materialien wie Rinde, kleine Zweige, Flechten oder Weidenkätzchen. Die eigentliche Nistmulde besteht oft aus dem gleichen Material wie der Unterbau, dieses ist aber feiner und wird sorgfältiger verbaut. Sie wird oft mit Federn, Moos, Tierhaaren oder ähnlichem ausgekleidet. Das Gelege besteht aus 3 bis 9, meist 6 oder 7 Eiern. Befinden sich mehr Eier im Nest, handelt es sich vermutlich um die Gelege zweier Weibchen. Die Eier sind oval, zeigen eine tief grünlich blaue Färbung und sind matt bis schwach glänzend. Die Bebrütung dauert etwa 12 bis 14 Tage und beginnt kurz nach der Ablage des letzten Eies. Das Schlüpfen der Jungvögel, vom ersten bis zum letzten, kann länger als einen Tag dauern. Nach durchschnittlich 14 Tagen fliegen die Jungen aus. In Mitteleuropa findet meist eine Jahresbrut statt. Bei Verlust der Brut kann es auch noch recht spät zu Ersatzbruten kommen. Der früheste Legebeginn ist etwa Ende April/Anfang Mai, die spätesten Eiablagen wurden in der ersten Julihälfte beobachtet. Die spätesten Ausfliegedaten wurden im August festgestellt. Jungvögel wandern nach kurzen Dispersionen sehr schnell in die Winterquartiere ab. Sie werden vermutlich etwa gegen Ende des ersten Lebensjahres geschlechtsreif. Vorjährige Vögel siedeln sich oft in der Nähe des Brutortes an, manchmal jedoch durchaus auch in größerer Entfernung.

 

Feinde

Sperber, Katzen, Falken Wiesel, Mensch


Alter

ca.5 Jahre


Zugvogel

Der Gartenrotschwanz gehört zu den Langstreckenziehern.


Besonderheit
Es gibt 2 Unterarten

 

Lebensraum

Gärten, Parks, Siedlungen, lichte Wälder


Verbreitung
Europa, Asien, Afrika


Beobachtungszeitraum
Von März bis November. Der beste Beobachtungszeitraum ist von Anfang April bis Ende Juni.

Jahresbeobachtungen


Status Code
BZ

Bestand und Gefährdung

Der Gartenrotschwanz steht in der Roten Liste des IUCN auf der Vorwarnlise.
Es gibt in Deutschland etwa 67.000 - 115.000 Brutpaare.