Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 

Fasan
Phasianus colchicus




Ordnung: Hühnervogel (Galliformes)


Familie: Fasanartige (Phasianidae)


Gattung: Edelfasan (Phasianus)


Art: Fasan (Phasianus colchicus)



Aussehen

Mittelgrosser, sehr langschwänziger Hühnervogel.


♂ Adult:

Unverwechselbar mit dunklem Kopf mit roten, unbefiederten Kopfseiten, Körper unterschiedlich braun gemustert, langer, brauner, dunkel gebänderter Schwanz.


♀ Adult:

Beigebraun mit dunklen Flecken; Schwanz nicht ganz so lang wie beim Männchen.



Größe

55cm - 90cm


Spannweite

70cm - 90cm


Gewicht

900g - 1400g



Nahrung

Würmer, Beeren, Sämereien, Schnecken, Pflanzentriebe


Fortpflanzung

Fasane erreichen die Geschlechtsreife mit rund einem Jahr. Die Balz- und Paarungszeit beginnen in allen Verbreitungsgebieten im zeitigen Frühjahr. Mit Beginn dieser Zeit kommt es unter den Hähnen zu Kämpfen, bei denen die ranghöheren Hähne die rangniedrigeren Hähne drangsalieren und verscheuchen. Zu diesem Zeitpunkt lösen sich die Männchengruppen auf und jeder versucht sein Glück bei den Weibchen. Dominante Männchen gründen ein Revier und patroullieren hier unabläßlich. Gelegentlich hält sich ein dominanter Hahn einen "Beihahn", meist einen Jährling, der jedoch zu gegebener Zeit wieder vertrieben wird. Neben dem Patroullieren im Revier erfolgt die Reviermarkierung durch Ausrufe wie Krähen. Das Krähen erfolgt in der Regel von einer Ansitzwarte aus und soll vor allem Kontrahenten abschrecken. Weibchen werden dadurch nicht angelockt. Weibchen, die sich in das Revier eines Hahns verirren, werden sofort vom Revierinhaber angebalzt. Während der Balz stellt sich ein Männchen seitlich zum Weibchen und umläuft sie mit gesenktem Haupt und aufgerichteten Federohren. Bei Gefallen verbleibt das Weibchen im Revier des Hahns und es kommt zur Kopulation. Die Balzhandlungen werden vom Weibchen nicht in Anwesenheit anderer Weibchen durchgeführt. Mit der Begattung ist die Arbeit des Männchen auch erledigt. Um den Nestbau, die Eiablage und das Wärmen der Eier sowie um die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich ausschließlich die Henne. Ein Nest entsteht in einer flachen Erdmulde, die mit den Füßen ausgescharrt wird. Die Mulde befindet sich in schützender Vegetation und wird kaum ausgepolstert. In das fertige Nest legt das Weibchen durchschnittlich zwischen 8 und 12, selten auch bis 15 Eier. Der Legeintervall beträgt zumeist um die 24 Stunden. Noch nicht vollständige Gelege werden vom Weibchen vor dem Verlassen mit Gräsern abgedeckt. Das Wärmen der Eier beginnt mit Ablage des letzten Eies. Die Eier werden vom Weibchen über einen Zeitraum von 23 bis 35 Tagen gewärmt. Die Brutdauer kann sich bei häufigen Störungen auch um einige Tage verzögern. Die geschlüpften Küken gelten als Nestflüchter und folgen kurz nach dem Schlupf der Mutter. Sie werden von ihr geführt, ernähren sich aber selbständig. Bereits im Alter von 12 Tagen sind die Jungvögel flugfähig. Die Küken ernähren sich in den ersten Lebenswochen von Insekten und deren Larven. Erst sehr viel später, meist ab der dritten Woche, nehmen sie auch pflanzliche Nahrung zu sich. In den ersten beiden Wochen stehen vor allem Ameisen, kleiner Käfer, Pflanzenläuse, Grashüpfer und Raupen auf dem Speiseplan. Später werden Sämereien und Körner aller Art bevorzugt. Auf landwirtschaftlichen Flächen gelten sie als Nützlinge, da sie neben Körnern auch Schadinsekten fressen. Die Selbständigkeit erlangen sie jedoch erst im Alter von 10 bis 11 Wochen.



Feinde

Mensch, Fuchs, Marder, Uhu, Habicht


Alter

ca.7 Jahre


Zugvogel

Der Fasan ist ein Standvogel.



Besonderheit

Es gibt 31 unterarten


Lebensraum

Kulturlandschaft


Verbreitung

Asien, Europa (eingebürgert), Nordamerika (eingebürgert), Südmerika (eingebürgert), Neuseeland (eingebürgert), Australien (eingebürgert)


Beobachtungszeitraum

Von Januar bis Dezember.

Jahresbeobachtungen


Status Code

(BJ)


Bestand und Gefährdung
Der Fasan wird in der Roten Liste des IUCN als nicht gefährdet geführt.

In Deutschland gibt es etwa 205.000 - 285.000 Brutpaare.