Ornitohlogische Fotos von R.Ostrowski

Hobby

 
 

Baumpieper
Anthus trivialis


Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)


Unterordnung: Singvögel (Passeri)


Familie: Stelzen und Pieper (Motacillidae)


Gattung: Pieper (Anthus)


Art: Baumpieper (Anthus trivialis)



Aussehen

Der Baumpieper hat einen relativ kräftigem Schnabel. Sein gefieder ist am Bauch weiss, Brust und Flanken hell beige mit dunkler Strichelung, wobei die Flanken deutlich feiner gestrichelt sind als die Brust.


Größe

14cm - 16cm


Spannweite

25cm - 27cm


Gewicht

20g - 25g


Nahrung

Insekten, Spinnen


Fortpflanzung

Baumpieper sind bei ihrer Rückkehr in die Brutgebiete noch nicht verpaart, und die ersten Rückkehrer sind meist ältere Männchen. Ihnen folgen ältere Weibchen und dann erst die einjährigen Männchen. Rückkehrende Männchen beginnen sofort, Reviere zu besetzen. Die Rückkehrer sind brutorttreu, auch Jungvögel kehren an ihren Geburtsort zurück. Wegen der Instabilität der von ihnen als Brutareale genutzten Lebensräume wie Kahlschläge und Lichtungen verlagern sich die Brutplätze jedoch regelmäßig. Baumpieper führen eine monogame Saisonehe, wobei es durch die Reviertreue dazu kommen kann, dass sich frühere Partner erneut verpaaren. Das Brutrevier umfasst das Gebiet, in dem sich das Nest befindet, und das Männchen wie Weibchen gegenüber Artgenossen verteidigen. Die Reviergrenzen werden durch den Gesang des Männchens markiert und, nachdem die Reviergrenzen festgelegt sind, von den Artgenossen respektiert. Benachbarte Paare vermeiden eine direkte Revierdurchquerung, indem sie die Reviere anderer Baumpieperpaare in großer Höhe überfliegen. Das Nest befindet sich am Boden unter Grasbüscheln, Zwergsträuchern, Farnen oder unter niedrigem Gebüsch versteckt. Grundsätzlich sind die Nester so angelegt, dass ein Sichtschutz nach oben besteht. Stellen mit einem Bewuchs mit Wald-Zwenke (Brachypodium silvaticum), Drahtschmiele (Deschampsia flexuosa) und Reitgras (Calamagrostis epigeios) werden zur Anlage des Nestes besonders häufig genutzt. Zum Nestbau verwendet der Baumpieper trockenes Gras, viel Moos sowie dürres Laub. Die halbkugelige Nestmulde ist mit Fasern, Wurzeln und dünnen Grashalmen gepolstert. Der Nestbau erfolgt nur durch das Weibchen. Das Gelege besteht meist aus fünf Eiern und sehr variabel gefärbt sind. Die Eier eines Geleges gleichen einander in der Grundfarbe, vom Weibchen abhängig sind sie jedoch grau, violett, grün, rostbraun oder rosa. Sie sind in der Regel dunkelbraun gefleckt, wobei auch die Fleckung sehr variabel ist. Sie reicht von dünnen, kleinen Pünktchen bis zu großflächigen groben Flecken, die so ineinander laufen, dass die Eier fast vollständig dunkelbraun oder schwarzgrau wirken. Der Brutbeginn liegt in Mitteleuropa in der Regel im Mai. Nur das Weibchen brütet. Die Brutdauer beträgt zwölf bis vierzehn Tage. Die Jungvögel verbleiben zehn bis zwölf Tage im Nest. Sie sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht flügge und halten sich in der Krautschicht des Bodens versteckt. Beide Elternvögel versorgen die Jungvögel auch noch, wenn diese sich vom Nest entfernt haben. Gefüttert werden die Jungvögel etwa bis zum 25. Lebenstag. Ihre Flugfähigkeit erreichen die Jungvögel zwischen ihrem fünfzehnten und zwanzigsten Lebenstag. Schlägt die erste Brut fehl, beginnen die meisten Baumpieperpaare mit einer Ersatzbrut. Ein hoher Anteil von Baumpiepern, die erfolgreich ihre erste Brut hochgezogen haben, beginnt mit einer Zweitbrut. In Ausnahmefällen folgt sogar ein dritter Brutversuch, wenn die Jungen der Zweitbrut erfolgreich ausgeflogen sind.


Feinde

Marder, Sperber, Katzen, Elstern, Mensch


Alter

ca.5 Jahre


Zugvogel

Der Baumpieper ist ein Langstreckenzieher.


Besonderheit

Es gibt 2 Unterarten


Lebensraum

Waldrändern,  Moore, Heidelandschaften


Verbreitung

Europa, Asien, Afrika


Beobachtungszeitraum
Von März bis Oktober. Der beste Beobachtungszeitraum ist von Mitte April bis Ende September.

Jahresbeobachtungen


Status Code

BZ


Bestand und Gefährdung

Der Baumpieper wird in der Roten Liste des IUCN als gefährdet geführt.

Es gibt in Deutschland etwa 250.000 - 355.000 Brutpaare.